die Freiungen (2.325m)...

Neben der Besteigung der Reither Spitze und der Erlspitze ist der Freiungen-Höhenweg eine der lohnenden und beliebtesten Touren in Erlspitzgruppe. Der Freiungen Höhenweg ist ein aussichtsreicher Höhenweg, der auf ca. 2000 bis 2300 m Meereshöhe entlang der sonnigen Südseite der Erlspitzgruppe führt. Die Gipfel der Freiungen (z.B. der Westgipfel, im Bild aufgenommen vom Ursprungsattel) können leicht in wenigen Minuten erstiegen werden. Es gibt kurze versicherte Passagen und ein- oder zweimal muß man ein wenig klettern. Vorwiegend ist es jedoch ausgesetztes Gehgelände. Der Fels ist eher brüchig.

zur Nördlinger Hütte:

Zunächst muß man zur Nördlinger Hütte aufsteigen, die mit 2239 m die höchstgelegene Hütte im Karwendel ist. Wer sich die ca. 1050 Höhenmeter Aufstieg von Reith ersparen will, kann mit der Seilbahn bis zum Seefelder Joch (2.060m) oder Hermele (2.229m) hinauffahren und dann bequem in 1 bis 1 1/2 Stunden aussichtsreich hinüberspazieren. Ansonsten bietet sich der Weg von der Talstation der Roßhütten Standseilbahn zur Reither Jochalm (1.500m) und weiter recht steil hinauf zur Nördlinger Hütte (von Seefeld ca. 2:30 h) an. Eine tiefe Rinne, die man quert, kann im Frühsommer noch mit Altschnee gefüllt sein. Von der Nördlinger Hütte kann man einen kleinen Abstecher zur Reither Spitze machen (leicht, 20 Minuten).

Der Freiungen Höhenweg

führt von der Nördlinger Hütte zunächst nordwärts in das weite Rauhkar und wendet sich dann nach Osten. Man verliert Höhe bis man den Ursprungsattel (2087 m) erreicht hat. Vom Ursprungsattel ist der Abstieg ins Eppzirler Tal möglich. Weiter durch das Geröllkar wendet sich der Weg schließlich im Bogen wieder nach Süden. Jetzt gewinnt man wieder recht rasch Höhe und steht bald an der Abzweigung (nicht bezeichnet, aber deutlicher Pfad) des Wegs zum Westgipfel der Freiungen, den man in wenigen Minuten erreicht (insgesamt 1:30 h von der Hütte).

Kuhlochscharte

Von dort geht es weiter in Gratnähe bis zur Kuhlochscharte (Besteigung der Kuhlochspitze, 2.293m, in ca. 30 Minuten möglich, I). Dann verlässt der Weg den Grat (Abzweigung zur Solen Alm rechts liegen lassen) und es geht recht steil und kühn hinab in die wilde Welt des Höllkars. Schließlich erreicht man die Schuttreise, die von der Eppzirler Scharte herabzieht (3:15 von der Nördlinger Hütte). Dort muß man sich entscheiden, ob man zum Solsteinhaus absteigt oder zur Eppzirler Scharte aufsteigt (20 Minuten).

Eppzirler Scharte

An der Eppzirler Scharte (2.102m) kann man zum letzten Mal den Blick nach Süden genießen. Im Bild sieht man hinter der Eppzirler Scharte den Kleinen (2637 m) und Großen Solstein (2541 m), die westlichen Eckpfeiler der Inntal- oder Nordkette (von links). Beide können einfach in 2 bis 3 Stunden vom Solsteinhaus erstiegen werden (am höheren Kleinen Solstein ist etwas Trittsicherheit erforderlich). Von der Scharte, die von bizarren Felszacken und Türmchen flankiert ist, erreicht man in gut einer Stunde über den mäßig schwierigen Zirler Klettersteig die Erlspitze (2404 m).

Aus dem großen Kar Kuhloch, das zum Boden des Eppzirler Tals hinabzieht, ragen da und dort bizarre Türmchen aus senkrecht aufgestellten, zum Teil merkwürdig verbogenen Felsplatten. Das Bild zeigt den Blick nach Westen, im Hintergrund (rechts) die Reither Spitze, davor Kuhlochspitze und Freiungen. Ähnlich ist die Westflanke der Erlspitze aufgebaut.

Eppzirler Alm

Von der Eppzirler Scharte geht es zunächst im Geröll, dann auf einem bequemem Steig recht zügig hinab zur Eppzirler Alm (1459 m, 1 Stunde von der Eppzirler Scharte). Von dort kann man bei einem Bier die großartige Aussicht auf die hufeisenförmige Umrahmung des Talschlusses vom Seefelder Joch im Westen über Reither Spitze, Freiungen, Kuhlochspitze (im Bild), Erlspitze bis zu den weniger bekannten Gipfel im Osten genießen, bevor man auf dem breiten Forstweg den Weg nach Gießenbach antritt, der etwa eine gute Stunde in Anspruch nimmt.

Gehzeiten:

Von Seefeld (1180 m) beträgt die reine Gesamtgehzeit über die Nördlinger Hütte, Freiungen Höhenweg, Eppzirler Scharte bis Gießenbach ca. 8 Stunden. Dabei sind 1670 Höhenmeter im Aufstieg und 1890 im Abstieg zu bewältigen. Auf der Strecke Nördlinger Hütte - Eppzirler Scharte sind, obwohl man im Ergebnis ca. 130 Höhenmeter verliert, ca. 600 Höhenmeter Gegensteigungen zu überwinden. Man sollte nicht den Fehler machen, die Länge des Freiungen-Höhenwegs nach einem Blick auf die Karte zu unterschätzen.

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die Freiungen

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